resumé

Claudia Walther wurde 1956 in Bern geboren.

Mit 15 Jahren wird sie Kunstschülerin des Malers Leo Maillet und lernt Zeichnen, Malen, Aquarell, Federzeichnung, Holzschnitt und Radierung. Nach dem Abschluss von Vorkurs und Kunstklasse an der Schule für Gestaltung Luzern führt sie ihre Studien an der University of Southern California, Los Angeles, und der renommierten Kunstschule California Institute of the Arts weiter.

Ihr Medium ist nun die Fotografie; sie gewinnt 1984 den Ahamson Foundation Grant, ein Jahres-stipendium für die Graduate School von CalArts und wird Assistentin von Max Yavno, einem Meister der Schwarz/weiss-Fotografie der amerikanischen Westküste.
1985 erhält Claudia Walther den Master of Fine Arts Degree vom California Institute of the Arts.

Grossformatige Schwarz/weiss-Fotografien ihrer Diplomarbeit, die sich vergleichend mit der Erstarrung des fotografierten Gesichts, der Reglosigkeit der Mine im Schlaf und im Tod befasst, werden vom LA Institute of Contemporary Art in die Ausstellung «Proof and Perjury» aufgenommen.

Wieder in Europa arbeitet Claudia Walther von 1987-1999 als Dozentin für Fotografie, Fotokunst und Fototheorie an der Schule/Hochschule für Gestaltung in Basel.

Sie erhält einen ersten Werkbeitrag von Basel Stadt/Basel Land für Portaits tibetischer Flüchtlinge.
In den farbigen Landschaften und Stadtausschnitten ab 2002 erscheinen malerische Verwischungen - die Aufnahmen entstehen unter Gebrauch eines Stativs und Langzeitbelichtungen aus fahrenden Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien, Frankreich und der Schweiz. Das Werk «en vitesse» und «trainscapes» werden 2005 in einer grossen Einzelausstellung im Kunstverein Hochrhein sowie in der Galerie Armin Vogt/Stasia Hutter, Basel und in Gruppenausstellungen gezeigt.

Ein wesentliches Thema bleibt die Farbe, welche die Künstlerin, losgelöst von fotografischem Realismus und Begrifflichkeit, einsetzt. Die Farbwirkung, zarte oder kräftige, oft fast monochrome Töne tritt an erste Stelle, das Fotografische erscheint verfremdet oder als zarte zweite Ebene.
«Whites» sind Bilder, welche durch die asiatischen Tusch- und Pinselmalerei inspiriert ist. Das Weiss, vorherrschende Farbe, kann Wasser, sonnenbeschienene Flächen, Himmel oder den leeren Raum darstellen. «whites und colors» werden 2005 in der Galerie Monika Wertheimer ausgestellt.

Claudia Walther lebt mit Ihrer Tochter in Basel. Sie arbeitet als Foto-Künstlerin an Ausstellungs- und Kunstprojekten sowie als freischaffende Fotografin und Dozentin für Fotografie und Fotokunst an der Volkshochschule Basel.